Ausbildung "Landschafts-Therapeut/in"
Die Landschaftstherapie, ein Begriff der jüngsten Zeit, hat erkannt, dass die Begegnungen mit Natur und ihren Landschaften heilende Wirkung haben. Wenn die Beziehung zur Natur verloren geht, leiden unsere Seele und unser Körper. Wir werden krank. Das Grundbedürfnis nach Sicherheit in einer Welt ohne feste Werte gerät ohne die Beziehung zur Natur ins Wanken. Die Ausbildung "Landschafts-Therapeut/in" setzt hier ein Gegengewicht.
Landschafts-Therapeut/in- Qualifikation für eine neue Aufgabe -
Landschaft ist eine Sinfonie aus ungezählten Eigenschaften. Ihr Geheimnis: Sie ist mit unserer Seele kompatibel und ist daher Nahrung für unsere Seele.
Eine sich schnell verändernde Zeit stellt ständig neue Anforderungen. In vielen Bereichen unseres Lebens und häufig auch im Beruf sind die Gewohnheiten und einmal erlernten Fähigkeiten nicht mehr ausreichend, um angemessen auf Veränderungen reagieren zu können. Dies gilt oft für das eigene Wohlbefinden und vor allem für Berufe und Personen, die im weitesten Sinne mit der Gesundheit, dem Wohlbefinden und der Stabilität von Menschen zu tun haben. Neben dem körperlichen Wohlbefinden muss sich die Aufmerksamkeit auch auf die seelische Ausgeglichenheit richten. Nicht umsonst definiert die Weltgesundheitsorganisation inzwischen die Gesundheit als körperliches und seelisches Wohlbefinden.
Die neu konzipierte Ausbildung - Landschafts-Therapeut/in - wurde mit der 1. Ausbildungsreihe im April 2008 begonnen. Die nächste, dritte Ausbildungsreihe startet im April 2012. Die Ausbildung legt besonderen Wert auf das Erkennen der harmonisierenden Wirkung von Landschaft und Landschaftsräumen auf die körperliche und seelische Verfassung von Menschen. Es werden Kenntnisse und Methoden vermittelt und eingeübt, die das persönliche und berufliche Handlungsspektrum im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung von Gesundheit erweitern. Das Erlernte bietet Unterstützung für die Arbeit in therapeutischen, pädagogischen und sozialen Berufen. Darüber hinaus festigen die Erfahrungen insbesondere die eigene Beziehung zur Natur. Die Ausbildung ist somit eine Bereicherung für das ganz persönliche Wohlbefinden sowie die eigene Gesundheit, und ist eine berufliche Zusatzqualifikation. Sie ist auch ein notwendiger, aktueller Beitrag zur Senkung von Kosten im Gesundheitswesen.
Die Ausbildung
Die Ausbildung - Landschafts-Therapeut/in - will einen Gegenpol zur allgemeinen Naturentfremdung setzen. Sie will insbesondere dem seelischen Aspekt der Gesundheit breiteren Raum widmen, und ermutigt auch, sich selbst wieder eine Beziehung zur Natur und ihren Landschaften aufzubauen und zu festigen. Als Zusatzqualifikation richtet sie sich an Menschen aus verschiedenen Fachrichtungen der therapeutischen, pädagogischen und erzieherischen Arbeit. Es sind jedoch auch Menschen angesprochen, die diese Ausbildung zur persönlichen Weiterentwicklung wählen oder zum Beispiel in anderen beruflichen, nebenberuflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten anwenden wollen.
Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend und erstreckt sich mit rund 300 Ausbildungsstunden über zwei bis drei Jahre. Zu einem zertifizierten Abschluss sind zwölf (12) Module zu verschiendenen Themen erforderlich. In der Regel finden diese ab Freitag-Nachmittag bis Sonntags statt. Die Anzahl der Teilnehmer/innen pro Modul ist auf 18 Personen beschränkt.
Wesentlicher Inhalt der Ausbildung ...
- ist die Sensibilisierung der eigenen Wahrnehmungsorgane sowie der Wahrnehmung nach Innen und Außen;
- ist das Erkennen von Räumen in der Landschaft, die körperliches und psychisch-seelisches Wohlbefinden steigern;
- ist das Entwickeln eines "Siebten Sinns", wie Natur und Landschaft als heilende Komponente erfahren werden kann;
- ist die vertiefende Kenntnis des eigenen Körpers in bezug auf Nerven-, Gehirn- und Muskelfunktionen;
- ist das Verständnis für feinstoffliche Wirkungen und Zusammenhänge im Rahmen von Gesundheit;
- ist das Üben von Techniken zur Umsetzung des Erlernten im Umgang und bei der Arbeit mit Menschen.
Neben der Vermittlung von fachlichen Grundlagen durch erfahrene Ausbilder/innen aus dem therapeutischen, sozial-pädagogischen, natur-pädagogischen und wissenschaftlichen Bereich, nimmt das eigene Erleben und Erfahren der Landschaftswirkungen breiten Raum ein.
Die Ausbildung findet überwiegend draußen in der Begegnung mit Landschaften Baden-Württembergs und dem Elsass statt. So sind insbesondere die verschiedenen Landschaften des Schwarzwaldes, der Schwäbischen Alb, des Bodensees, des Allgäus, der Vogesen sowie der Flüsse und Bäche zum Neckar-, Rhein- und Donautal vorgesehen.
Für einen zertifizierten Abschluss ...
ist die erfolgreiche Teilnahme an zwölf (12) Modulen mit insgesamt rund 300 Stunden (UE) erforderlich. Diese sind verteilt über zwei bis drei Jahre und finden zu verschiedenen Jahreszeiten in der Regel ab Freitag-Nachmittags bis Sonntags statt. Besondere Schwerpunktthemen sind "Die tonische Wirkung von Landschaft" , "Körper und Gesundheit" sowie "Gegenwart und Achtsamkeit". Die Belegung der 12 Module muss nicht fortlaufend sein. Damit ist eine variable, den persönlichen Erfordernissen angepasste Ausbildungszeit möglich. Zum zertifizierten Abschluß der Ausbildung gehören weiter eine Facharbeit aus einem Modul der eigenen Wahl und eine darauf aufbauende Führung oder Übungsanwendung. Facharbeit, Führung oder Übungsanwendung werden in einem Kolloquim reflektiert.
Die Module können auch einzeln belegt werden ...
sofern kein zertifizierter Abschluss angestrebt ist. Die Zahl der Teilnehmer/innen pro Modul ist allerdings insgesamt auf 18 Personen beschränkt. Teilnehmer/innen der zertifizierten Ausbildung haben Vorrang vor Einzelbelegungen.
Orientierungs-Schnupperkurse
Mehr Einblick in die Ausbildung und das Ausbildungskonzept geben "Orientierungs-Tagesschnupperkurse", die die von Zeit zu Zeit stattfinden. Sie dienen der Information und der persönlichen Entscheidungshilfe. Es besteht dabei die Möglichkeit, die Kursleitung und verschiedene Ausbilder/innen kennen zu lernen und mehr über Inhalte und Art der Ausbildung zu erfahren. Ebenso werden persönliche Fragen beantwortet. Es geht aber vor allem auch hinaus in die Landschaft zu einer ersten Begegnung mit ihr. Für die eigentliche Ausbildung ist die Teilnahme an einem solchen Tages-Schnupperkurs nicht erforderlich.
Der nächste Termin für einen Orientierungs-Schnuppertag ist Samstag, den 24. März 2012 von 10 bis 17 Uhr in 72250 Freudenstadt, Treffpunkt : Rathaus Freudenstadt - Marktplatz. Zur besseren Planung bitten wir unbedingt um Anmeldung unter info@dorka-umweltdienst.de oder Telefon 07441 / 1428.